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Dirk Sager
Berlin - Saigon
Eine Reise in die andere Hälfte Welt
319 Seiten mit zahlreichen Abbildungen
€ (D) 19,90
ISBN-13: 9783871345609
ISBN-10: 3871345601
Berlin - 2007
Bildbeschreibung: Buchcover "Berlin - Saigon - Eine Reise in die andere Hälfte Welt" von Dirk Sager, Rowohlt Berlin - Foto: © Rowohlt
Eine Reise in die andere Hälfte Welt
Das sind Zahlen, die sich sehen lassen können. Zwei Kontinente haben Dirk Sager, bis 2004 Leiter des ZDF-Studios Moskau, und sein Fernsehteam bereist, sieben Länder in vier Monaten (Deutschland, Polen, Weißrussland, Russland, Kasachstan, China, Vietnam), insgesamt 16000 Kilometer mit der Bahn: eine abenteuerliche Fahrt durch die früheren Reiche Hitlers, Stalins und Maos, der blutrünstigsten Despoten des 20. Jahrhunderts. Sagers Reisebericht Berlin–Saigon verbindet historisches Wissen mit scharfer politischer Analyse, er zeigt uns grandiose Landschaften und Menschen, die sich auf ihre Art mit den Härten des Lebens auseinanderzusetzen wissen.
Warschau–Brest–Smolensk–Aralsee
Aufbruch an einem frostigen Wintersamstag Ende Januar 2006, Bahnhof Lichterfelde. Erste Station. Warschau. «Keine Metropole Europas ist wie diese. (…) Die Stadt wurde besetzt, geschunden, zerstört, eines großen Teils der Bevölkerung beraubt, weil sie als ‹minderwertig› (die Slawen) oder ‹lebensunwert› (die Juden) galt.» Hinter dem Fluss Bug beginnt Weißrussland, das Reich des autokratischen Präsidenten Lukatschenko, der sich nicht einmal scheute, Dscherschininskij, den Gründer der berüchtigten Tscheka, mit einem Denkmal zu ehren.
Der Bahnhof von Brest «spiegelt mehr Geschichte, als man einem Ort wünschen kann». Die Stadt mit seiner bis zum Einfall der deutschen Mordkommandos vorwiegend jüdischen Bevölkerung hat im Krieg schreckliche Zeiten durchgemacht. Weiter nach Bronnaja Gora. An der Strecke nach Minsk zweigt ein Gleis in ein Wäldchen ab; 50.000 Menschen sollen hier umgebracht worden sein. «Wehe den Orten in Weißrussland, wo junger Wald steht. Dort waren oft die Hinrichtungsstätten.»
Die nächsten Stationen: Smolensk mit seiner in barocker Schönheit erstrahlenden Kathedrale; Saratow an der Wolga, wo «der Blick auf die andere Seite wie der Blick nach Asien erscheint»; der Weltraumbahnhof Baikonor in der kasachischen Steppe, das Atom-Testgelände Semipalatinsk; schließlich der Aralsee, bedrückender Schauplatz einer der größten ökokolgischen Katastrophen des vergangenen Jahrhunderts.
Xinjiang–Hanoi–Saigon
Xinjiang im Land der Uiguren ist die erste Station im «Reich der Mitte» – und seit Jahrhunderten Chinas strategisch wichtige Brücke zum Westen. Hier scheint sich das Wetter endgültig gegen das deutsche Fernsehteam verschworen zu haben: Schnee-, Regen- und Sandstürme in munterem Wechsel. Keine Spur von chinesischen Bilderbuchansichten, die das Herz der Reisenden wärmen könnten, stattdessen endlose graue Steinwüste, «die abgewandte Seite des Mondes könnte kaum einladender erscheinen».
Anders als China, das Fragen über Fragen aufwirft, erlebt Sager Vietnam als ein Stück Wiederbegegnung und Wiederentdeckung: «Das war die Zeit der Proteste gegen den Krieg in Vietnam. (…) Wir skandierten auf Demonstrationen den Kampfruf ‹Ho-Ho-Ho-Chi-Minh› und wussten doch so gut wie gar nichts von der Wirklichkeit des Landes.» Von Hanoi nach Saigon, die Hauptstadt des ehemaligen Südvietnam: ein Erlebnis, das Ende einer unvergesslichen Reise durch mindestens drei Welten.
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.. die autorisierte Vita von Dirk Sager
Berlin-Saigon
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Pulverfass Russland
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Veröffentlichung dieser Seite am 07. Dezember 2009
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